Übersicht
Autoren
Jahreszeit
Texte
Wir über uns
Gästebuch
Startseite

herbstlicher dialog

vier gedichte von g
ertrud everding
und marlou lessing
süßer Trost . . .

 

zurück nach Herbst

 

 

maislabyrinth

maislabyrinth, maislabyrinth,
in dem wir sind, in dem wir sind;

erst wenn dir herbst das rückgrat brach,
stört deine tücke uns nicht mehr,

denn dann sehn wir, besorgt und leer,
die offne gegend, weit und flach.

ist alles anders, doch man findt
da auch nicht raus,
maislabyrinth.

marlou lessing

 




Foto von Marlou Lessing
Plattpartu.de

maislabyrinth, du weißt nichts von liebe,
binden mich auch deine wirren triebe.
ich lieg am boden und schreie nach licht,
du kannst mich nicht halten!
ich will dich nicht!

maislabyrinth, wo gefangen wir sind.

maislabyrinth,
du kannst mich nicht schrecken!
will nach güte und hoffnung mich strecken.
bin ich bei dir, wird das herz mir so bang.
nein, ich will blumen und vögel und klang!

maislabyrinth, wo die ratlosen sind.

der mais ist geerntet, das stroh verbrannt,
mit leichtem schritt geh ich über das land.
bin frei wie die vögel, die südwärts fliehn,
das laub ist so golden, die wolken ziehn.

hoch dort im blau singt mein drachen im wind.
maislabyrinth.

gertrud everding

Aquarell von Elfi Bock/Literadies

 

 

Hoffnung

so leer der acker,
der ernte segen
ist längst
in der scheune,
nur schwarze krume
blieb zurück.

am morgenhimmel
sind regenschwer
schon wolken
aufgezogen,
über dem dunklen,
wunden land.

komm,
lass das klagen,
immer wieder werden
lerchen steigen
und immer wieder
blumen blühn.

gertrud everding

     

 

 

langsames klaren,
entleeren der welt.
der flügelschlag der windräder,
maßvoll ungleichmäßig,
überkreuzt sich,
findet wieder und verzeiht.
etwas wird bleiben;
man weiß nicht, was, aber
man weiß es.

marlou lessing











Foto: Literadies
 

oben

 

zurück zur Seite Herbst
Übersicht
Autoren
Jahreszeit
Texte
Wir über uns
Gästebuch
Startseite